Online-Spiele zum Zeitvertreib

Das Spiel ist eine uralte menschliche und tierische Beschäftigung, die sowohl dem Zeitvertreib als auch dem inzidenten Lernen dient. Von Natur aus beschäftigen sich alle Lebewesen spielerisch mit ihrer Umwelt und lernen dabei deren Bedingungen, Kausalitäten und den effektiven Umgang in und mit ihr kennen. Seit einiger Zeit sind im Zuge immer schneller werdender Internetverbindungen und der stetigen technischen Fortentwicklung viele, sehr schöne Online-Spiele entstanden, die Leute auf der ganzen Welt miteinander um Siege und Niederlagen wetteifern lassen. Es stellt seit mindestens fünf Jahren technisch kein mehr Problem mehr dar, sich von Hamburg oder München aus online mit anderen Menschen aus Japan, Russland oder den Vereinigten Staaten von Amerika in Verbindung zu setzen, über Chats und Instant Messenger zu kommunizieren und gemeinsame Interessen wie das Spielen von Online Games auszuüben.

Actionspaß

Die Computerspiele sind interaktive Medien, die unsere heutige, moderne Kultur und die Mediengewohnheiten in ähnlich starker Art und Weise beeinflussen wie die Massenmedien Fernsehen und Radio. Besonders bei Jugendlichen, die mit dem Internet aufgewachsen sind und dessen vielfaltige Möglichkeiten selbstverständlich nutzen, den so genannten digital natives, lässt sich ein unter anderem durch Computerspiele beeinflusster Alltag beobachten. Ob dabei im konkreten Fall Action-Spiele wie Ego-Shooter oder Autorennen "gezockt" werden oder ob man sich zu einer netten Partie Backgammon zusammen findet, ist dabei zweitrangig. An erster Stelle steht das kollektive Erlebnis und der Fun. Doch nicht nur die digital natives treiben sich im World Wide Web herum, denn Spiele am heimischen Personal Computer werden in allen Altersschichten gespielt. Eine in Auftrag gegebene wissenschaftliche Studie eines Softwareherstellers zum Medienkonsum in Europa, Nord- und Südamerika brachte jüngst zu Tage, dass ein Drittel aller Spieler über 30 Jahre alt sind und fast jeder zehnte über 50 Jahre alt ist. Außerdem ist es ein Klischee, dass sich vor allem Jungen und Männer mit Computern beschäftigen. Mädchen und Frauen sind Computerspielen nämlich nicht abgeneigt, wenn sie auch durchschnittlich weniger Zeit damit verbringen.